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Traditioneller
Nikolausumzug mit kunstvoll gestalteten Masken.

Über den Ursprung, und darüber, seit wann und in welcher Form das
Brauchtum des „Klosn“ (= Nikolausspiel) in Stilfs entstanden ist, weiß
man nicht mehr.
Der Perchtenumzug, prämusikalisches Lärmritual von einst, erfuhr eine
christliche Umdeutung und wurde zu einem Brauch, welcher heute von den
14 – 19 jährigen Burschen am Samstag vor oder nach dem Nikolaustag
durchgeführt wird. Am begehrtesten ist die Rolle des „Esels“, jener
Maske, in der man, gekleidet in einem mit bunten Flecken benähten Gewand
und mit um die Brust geschnürten Kuhschellen im wilden Treiben schnell
und wendig das „Opfer“ ergreifen kann. Die Esel wollen die Dämonen
vertreiben, das sind die „Klaubaufen“ oder „Krampusse“, die
selbstgefertigte, schwere, kunstvoll gestaltete Holzmasken, sowie ein
mit langen streifenförmigen Fetzen und Fellen behangenes Gewand tragen.
In der Hand rasseln Sie mit einer großen Kette. Ganz in rot oder schwarz
gekleidet sind die Teufel. Die „Weißen“ tragen ein langes weißes Hemd
mit rotem Gürtel und Silberreifen, sie bilden als „Ruatntroger“, „Katechismustroger“,
„Liachttroger“ und „Köstentroger“ zusammen mit dem „Sonta Klos“, der
gehüllt in einem Mantel, einen weißen Bart, Bischofsmütze, Ring und Stab
trägt, die Nikolausgruppe.
Am Samstag um 14:00 Uhr beginnt das Klosn. Der erste Esel, jener mit den
größten Schellen, leitet den Umzug durch sein dreimaliges, alleiniges
Erscheinen auf der vom Dorf sichtbaren Anhöhe. Nun schreitet der
Nikolaus im Gefolge der sich wild gebärdenden Horde der Esel, begleitet
von seinen Weißen und einem rutenschwingenden Teufel, den Berghang
hinunter. Inzwischen haben sich die „Schiachn“ in der Mühle in ihre
dunklen Lumpengewänder geworfen, die furchterregenden Holzmasken
aufgesetzt und die schweren Ketten ergriffen. Sie gesellen sich
tänzelnden Schritten zum Zug.
Mit Schellengetön, Kettenklirren und Brummen vollenden die Masken ihren
Umzug durch das Dorf. Einzeln oder in kleinen Gruppen streifen die
Kloser bis zum „Avemarialäuten“ durch die Gassen des Dorfes. Der
Nikolaus und die „Weißen“, begleitet von einem Teufel, Esel und „Klaubauf“
gehen von Haus zu Haus, um die Kinder mit kleinen Gaben zu beschenken.
Zuvor müssen sie aber ein Gebet sprechen, oder werden aus dem
Katechismus befragt. Zum Abschluss wird beim Aveläuten vom Nikolaus und
allen Anwesenden an der Kirchenpforte der „Engel des Herrn“ gebetet. |
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| Lu, 02.08 |
Ma, 03.08 |
Me, 04.08 |
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